Der arabische Begriff al-jihâd fî sabîli llah bedeutet Anstrengung auf dem Weg Allahs. Dabei unterscheidet man
den großen Jihad das Bemühen, sein eigenes religiös-moralisches Verhalten stetig zu verbessern
vom kleinen Jihad dem bewaffneten Kampf gegen Feinde des Islams.
Somit ist der Begriff Jihad nicht automatisch mit heiligem Krieg gleichzusetzen. Trotzdem stellen gewaltbereite Islamisten genau diese Bedeutung des Jihad in den Mittelpunkt ihrer Ideologie, um die Anwendung von Gewalt religiös zu legitimieren.
Mujahidin
Die Personen sehen sich als sogenannte Mujahidin (Glaubenskämpfer), die den Islam gegen eine vermeintliche Aggression des Westens verteidigen. Den Tod nehmen sie dabei bewusst in Kauf. Auch Selbstmordattentate verherrlichen sie oft als verdienstvolle Taten von Märtyrern. Durch diese Vorbilder sollen Muslime weltweit für den Sieg des Islams mobilisiert werden.
Bei ihren gewaltsamen Aktionen verschonen islamistische Terroristen auch Muslime nicht: Ihr Tod bei Anschlägen wird als unvermeidlich hingenommen oder sie werden als Ungläubige betrachtet, da sie die rigiden Glaubensvorstellungen der Mujahidin nicht teilen.
Ausbildungslager
Sowohl ideologisch als auch technisch lassen sich viele Islamisten, darunter auch Aktivisten aus Deutschland und Hessen, in terroristischen Ausbildungslagern schulen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse setzen sie entweder sofort im Kampf ein, oder sie kehren nach Deutschland zurück, um hier weitere Islamisten durch ihre Erlebnisberichte zu radikalisieren und für den bewaffneten Kampf zu gewinnen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass sie unmittelbar mit Planungen für einen Anschlag beginnen.