Die deutsche Wirtschaft muss sich in Zeiten einer sich beschleunigenden Globalisierung den dramatischen Veränderungen von Wettbewerbsverhältnissen und Standortfaktoren stellen. Hierbei kommen dem Faktor Wissen und der Notwendigkeit, sich gegen den Verlust des eigenen Wissens zu schützen, eine besondere Bedeutung zu. Daher sind gerade auch zuverlässige und vor allem nach außen hin sichere IT-Systeme für Unternehmen wie Behörden unerlässlich. Nur durch strategisches Denken und ein aktives IT-Sicherheitsmanagement können erhebliche wirtschaftliche Schäden vermieden werden.
Gefahr droht Unternehmen sowohl durch Wirtschafts- als auch Konkurrenzspionage. Unter Wirtschaftsspionage wird die staatlich gelenkte oder gestützte, von fremden Nachrichtendiensten ausgehende Ausspähung der Wirtschaft verstanden. In diesem Zusammenhang sind 2007 mögliche Aktivitäten chinesischer Nachrichtendienste in Deutschland auch öffentlich diskutiert worden.
Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen wirkt auf Ersuchen der zuständigen öffentlichen Stellen gemäß seinem gesetzlichen Auftrag bei der Sicherheitsüberprüfung von Personen und bei technischen Maßnahmen gegen die Kenntnisnahme durch Unbefugte mit. Bei sonstigen Überprüfungen ist das Landesamt für Verfassungschutz Hessen beteiligt, soweit dies gesetzlich vorgesehen ist.
Hessische Wirtschaftsunternehmen stellen nach wie vor ein bevorzugtes Aufklärungsziel für zahlreiche fremde Nachrichtendienste dar. Das Rhein-Main-Gebiet hat dabei einen besonderen Stellenwert.
Die Konkurrenzspionage umfasst das Bemühen einzelner Unternehmen, auf verdecktem Wege Informationen über Entwicklungen, Planungen und Produkte anderer Konkurrenten im In- und Ausland zu erlangen. Die Beobachtung dieser rein wirtschaftlich motivierten Ausspähung von Firmen und ihren Firmengeheimnissen fällt allerdings nicht in den Zuständigkeitsbereich des Verfassungsschutzes.