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Rechtsextremistische Aktivitäten im Internet

Rechtsextremistische Aktivitäten im Internet

Rechtsextremisten nutzen das Internet, das von deutschen Rechtsextremisten oft „Weltnetz“ genannt wird, vor allem für ihre Selbstdarstellung und Propaganda. Über das Internet mobilisieren sie für Demonstrationen und Aktionen. In eigens dafür eingerichteten Foren und Chats erfolgt die Meinungsbildung und Kommunikation unter Rechtsextremisten.

„Weltnetz“ als Radikalisierungsmedium

In Chats versuchen Rechtsextremisten aber auch, neue, meist junge Menschen, mit ihren Sprüchen und Angeboten zu beeinflussen und in die Neonazi-Szene zu locken. Moderne Aufmachungen der Seiten oder Videoclips, oft unterlegt mit aggressiver Musik der rechtsextremistischen Szene, erreichen insbesondere die jugendliche Klientel besser, schneller und wirkungsvoller als jedes Parteiprogramm.

Immer häufiger wird dazu auch die Technik der Web-Radios genutzt. Durch ein breites Angebot an einschlägiger Musik lässt sich die Zielgruppe relativ leicht ansprechen.

In Hessen sind rund 50 rechtsextremistische Websites bekannt, bundesweit sind es rund 1.000.
Dabei handelt es sich um Seiten von NPD und Neonazis, aber auch von Einzelpersonen, die oftmals nur virtuell auftreten.

Schutz vor Strafverfolgung durch Provider im Ausland

Viele dieser Internet-Auftritte werden über ausländische Anbieter ins Netz gestellt. Damit wird eine Strafverfolgung durch deutsche Behörden ebenso erschwert wie die Löschung der Seite aus dem Internet.

Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass rechtsextremistische Gruppierungen, Kameradschaften und Einzelpersonen ihre Internetpräsenz zunehmend auf Weblogs verlegen bzw. neu anlegen. Für private Weblogs besteht in der Regel keine Verpflichtung zur Veröffentlichung eines vollständigen Impressums. Diesen Umstand machen sich die Betreiber rechtsextremistischer Blogs zunutze, um in der Anonymität zu bleiben. Sie begnügen sich zumeist mit der Angabe einer oftmals nicht zuzurechnenden E-Mail-Adresse.

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